Hab die Decke einfach mal auf dem Bett liegengelassen, soll ja niemand denken ich wär einsam, das ist erstmal nur übergangsweise. Vieles ist passiert, oder soll ich sagen wenig, weil ich mich wenn es drauf ankommt nur an Momentaufnahmen erinnern kann. Manchmal fallen mir Texte von früher in die Hände und und ich fahre mir durch die Haare und bin verwirrt weil ich damals so viel zu sagen hatte, so unglaublich viel und mir kommts fremd vor inzwischen, so fremd weil da nur noch manchmal Atemaussetzer und ein leichtes Zittern in den Fingern ist. Es ist halt so, aber schöner wärs doch mit dir.
Plan B oder sowas.
Dinge, die mich beschäftigen und die ich loswerden will. Mal schreiend, mal flüsternd. Überlebenswichtig oder sinnfrei. Manchmal kann ich mich selber nicht ernst nehmen, aber ich glaube, das ist okay.
Spoken Word
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Als ich […] traf, wurde jeder andere zweitrangig, alles verlor an Bedeutung und wurde gleichzeitig leichter. Wir waren Schwärmer, zwei, die keine Angst vor zärtlichen Worten und taumelnden Andeutungen hatten. Und wir waren beide vernarrt in Musik. Wir waren uns scheinbar so ähnlich, dass unsere Unterschiede alles nur noch aufregender machten. Es war eine der glücklichsten Zeiten meines Lebens. Vier Wochen Vorgeschmack auf den Himmel. Ich sprang vor Glück durchs Zimmer. Alles, was passierte, war ein Zeichen für eine Entdeckung: Wir haben uns gefunden.
Mit […] zu sprechen war wie zu Hause ankommen. Wir lachten viel, waren verrückt und verzaubert. Wäre ich damals überraschend tot umgefallen, mein letzter Gedanke wäre […] Name gewesen und:”Hat sich verdammt gelohnt. Das Leben ist schön.” Ich wäre mit […] überallhin ausgewandert. Ich wäre mit […] auf der Stelle verschwunden. Heartcore (Text leicht abgeändert)
Ein Leben im Stand-by-Modus.
Zwischenächzen.
buildingnothingoutofsomething:
totgesagt:
Dieses Leben im Konjunktiv ist nur so lange schön, bis einer mit einem Ausrufezeichen hereinplatzt und dir deinen Irrealis in einen Imperativ verwandelt.
Dass wir zwei verschiedene Sprachen sprechen, war mir vom ersten Augenblick an bewusst; dass du Legastheniker bist und meine Notizschreie nicht verstehst, musste ich erst lernen. A – N – G – S – T buchstabiere ich und du lallst S – T – O – L – Z zurück, um eine Ausrede zu haben, warum du nicht neben mir in die Knie gehen musst.
Weißt du, wo ich lebe? – Am Zittergrund. Und weißt du, was passiert, wenn ich unter deinen Worten einen Schritt rückwärts machen muss?
Ich könnte gerettet werden, wenn ich nur wollte und du Stille lerntest und diese Welt eine andere wäre.
Anonymous asked: Wie lange bist du schon auf Tumblr angemeldet, Luca?
Seit zwei Jahren schätze ich mal. Damals als es noch Tumblarity gab. Das kennt gar keiner mehr :
Aus Gründen: Weiterleben heißt nun Weiterdenken, keinbockzugehn heißt nun bruechigeslicht. Ich sollte aufpassen, wer meine Blogs findet.
Ich war heute morgen mit Freunden zum Frühstücksbuffet verabredet. Also stand ich da vor dem Café, als ein älterer Mann auf mich zukam und mich fragte, ob ich mit ihm eine rauchen möchte. Er bot mir eine Gauloises an, und wir redeten ein bisschen. Normalerweise bin ich eher schüchtern, aber mit ihm habe ich mich wirklich gut verstanden.
An seinem 60. Geburtstag ist ihm klargeworden, dass er noch irgendwas aus seinem Leben machen möchte. Einfach so. Mit 65 hat er angefangen zu studieren, Psychologie und Philosophie. Das finde ich unglaublich bewundernswert. Er hat mich nach meinen Plänen gefragt, und ich habe ihm erzählt, dass ich für ein Jahr ins Ausland gehe, um neue Perspektiven zu finden und den Kopf frei zu bekommen. Da hat er gelächelt, ganz breit. Am Ende meinte er sowas wie:”Irgendwann stand ich morgens vor dem Spiegel und dachte, scheiße, was machst du eigentlich. Wer bist du überhaupt? Da habe ich angefangen, mich selbst zu lieben. Und eins sage ich dir, das darfst du nicht vergessen: Die Liebe ist das Allerwichtigste. Die Liebe zu dir selber.”
Das ist in meinem Kopf geblieben.
Eigentlich weiß ich gerade, dass sich alles zum Guten wenden wird. Keine Ahnung wieso. Die Sonnenstrahlen geben mir irgendwie Hoffnung. Nach jedem kalten Winter wird auch wieder ein warmer Sommer kommen. Das ist einfach so, und das wird auch immer so bleiben. Man muss nur lernen, die Kälte auszuhalten. Dann wird das alles wieder. Bald kommt das ins Rollen, die heißen Tage mit den heruntergekurbelten Autofenstern, angetrunken unter den Sternen liegen, wissen, dass man bald hier weg ist und das nach der Schule der Start in ein neues Leben beginnt.
In der Hoffnung mich wieder selbst zu finden drehe ich die Musik und die Heizung auf und lasse die warmen Gedanken in mein Herz.